Mittwoch, 2. März 2016
Der Tropfen
Ein Regentropfen fällt hinab, fällt einsam, friert zu Schnee.
Kein andrer Tropfen fällt herab, allein auf seinem Weg.
Wenn er nur etwas greifen könnt', er findet keinen Halt.
Wenn das Schicksal es so wollt', nun gut es endet bald.
Lasst mich fallen, schaut nicht hin, zerschellt an einem Felsen
In Wüsten, Steinen oder Sand, soll ich dann schließlich enden.

Doch unverhofft ein warmes Licht, es trägt den Namen Sonne.
Und taut den kleinen Tropfen auf, die Kälte weicht der Wonne.
Vorbei an Blumen, Wäldern, Wiesen, Weiden geht er seinen Weg.
Ist das das Ende seines Leidens? Noch immer fällt er stet.

Der Aufprall kommt, kommt weich, er lebt. Tausend Hände die er hält.
Und wird ein Teil des größten,schönsten, mächtigsten der Welt.
Endlich angekommen. Heimat. Leicht und unbeschwert
Schlägt er glücklich seine Augen auf. Und sieht zum ersten Mal das Meer.

... comment